Die Mystikerin
Wo Wissen endet, beginnt Erfahrung.

Die Karte der Mystikerin entsteht gerade.
"Ich muss es nicht verstehen, um mich davon berühren zu lassen."
ESSENZ:
Entwickelt in uns: die Fähigkeit, uns vom Unbekannten berühren zu lassen, ohne es erklären oder kontrollieren zu müssen.
Sie sucht nicht nach einer weiteren Erklärung. Sie entwickelt die Fähigkeit, dem Unbekannten zu begegnen, ohne es sofort benennen, einordnen oder beherrschen zu wollen.
Ihre Welt ist die Erfahrung vor der Erklärung: Das Staunen, die Ahnung, das Heilige, das Absurde, die Synchronizität, der Moment, in dem etwas geschieht, das größer ist als das, was eine Einzelne geplant hat.
Sie erinnert uns daran, dass nicht alles was wirklich ist, verstanden werden muss. Und dass manche Erfahrungen sich erst zeigen, wenn wir aufhören sie festhalten zu wollen.
August
Symbolsprache
Jahreszeit:
Schwelle zum Herbst
Mythologie:
Mysterien/Initiation
Element:
Äther
Metall:
Gold
Pflanze:
Pilz/Myzel
Kernthemen:
Hingabe
Durchlässigkeit
Staunen
Verbundenheit
Nichtwissen
Mysterium
Planet:
Venus
Auf der Reise...
Nach der Seherin beginnt eine andere Bewegung. Wir haben gelernt, Wirklichkeit von unseren Geschichten zu unterscheiden. Nun betreten wir einen Raum, in dem Klarheit allein nicht weiterführt.
Die Mstikerin führt uns an die Grenze dessen, was wir wissen können.
Nicht um dort eine Antwort zu finden, sondern um zu erfahren was geschieht, wenn wir ohne Antwort weitergehen.
Die Frage
Was passiert, wenn ich nicht wissen muss?
Das Geschenk
Die Mystikerin schenkt uns Durchlässigkeit. Ohne Erklärung können wir Erfahrungen empfangen. Wir müssen nicht wissen, was etwas bedeutet, um davon berührt, bewegt oder verändert zu werden.
Der Schatten
Die Mystikerin verwechselt das Geheimnis mit Gewissheit.
Aus Ahnung wird Wahrheit. Aus Synchronizität wird Beweis. Aus Intuition wird Phrophezeihung. Aus Bedeutung wird Bestimmung.
Wo alles zum Zeichen wird ist kein Raum mehr für das Unbekannte.
Sie erinnert uns daran...
Nicht alles was wirklich ist, lässt sich erklären. Manches können wir nur erfahren. Und manches verliert seine Wahrheit, sobald wir versuchen es festzuhalten.
Leitsatz
Ich weiß es nicht, ich gehe trotzdem.
Wenn diese Archetypin in dir erwacht...
Du brauchst keine Erklärungen mehr für Alles.
Du bemerkst Momente, die dich berühren, ohne dass du weißt warum.
Du lässt Erfahrungen länger atmen, statt sie sofort einzuordnen, zu bewerten oder zu verstehen.
Du beginnst dem zu folgen, was dich ruft, auch wenn du noch nicht weißt wohin es führt.
Du wirst empfänglicher für das, was zwischen den Dingen geschieht: für Zufälle, Resonanz, stille Begegnungen und das Unerwartete.
Und vielleicht verändert sich deine Beziehung zum Geheimnis selbst: Nichtwissen fühlt sich nicht mehr nur nach Mangel an, wie eine Lücke, sondern wie ein Raum.
Im SANCTUM
Der Kreis der Mystikerin beginnt dort, wo wir normalerweise nach einer Antwort greifen.
An diesem Abend werden wir erforschen was geschieht, wenn wir für einige Stunden nicht wissen müssen, was als nächstes kommt.
Wir Arbeiten mit Wahrnehmung und dem Entzug dieser. Mit Bewegung, Stimme, Berührung, Symbolen... Wir folgen Impulsen ohne zu wissen wohin sie uns führen werden.
Wir beginnen Dinge, die andere weitertragen. Aus einzelnen Stimmen, Bewegungen und Entscheidungen darf etwas entstehen, das keine von uns alleine planen konnte.
Vielleicht entsteht Chaos, vielleicht Schönheit. Vielleicht ein Moment, der sich merkwürdig größer anfühlt, als die Summe seiner Teile.


